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Zuständige Stelle        Stand 30.09.2009

Wichtige Hinweise zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung

Fachpraktischer Teil

1. Prüfungsfach Retten und Erstversorgung

§ 8 Abs. 3 Nr. 1a – 1d der Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Fachangestellten für Bäderbetriebe

Wird eine Prüfungsaufgabe dieses Faches nicht erfüllt, so ist die Prüfung nicht bestanden (Sperrfachregelung). Das Prüfungsfach Retten und Erstversorgung besteht aus vier Prüfungsaufgaben:

1. Praxisnahe Rettungsübung (§ 8 Abs. 3 Nr. 1a)

2. 300 Meter Kleiderschwimmen (§ 8 Abs. 3 Nr. 1b)

3. 5 Minuten Herz-Lungen-Wiederbelebung (§ 8 Abs. 3 Nr. 1c)

4. 50 Meter Abschleppen (§ 8 Abs. 3 Nr. 1d)

Alle vier Prüfungsaufgaben sind Sperrfächer, d. h. alle Fächer müssen bestanden werden. In jeder einzelnen Prüfungsaufgabe sind daher zum Bestehen mindestens 50 Punkte erforderlich. Wird eine Prüfungsaufgabe mit weniger als 50 Punkten bewertet, ist die Prüfungsaufgabe nicht bestanden und damit ist gleichzeitig auch die Abschlussprüfung nicht bestanden!

Ferner gibt es für die einzelnen vier Prüfungsaufgaben des Prüfungsfaches Retten und Erstversorgung besondere Regelungen über die Ausführung und die Vorgabe, dass auch einzelne Teilbereiche einer Prüfungsaufgabe mit mindestens 50 Punkten abgeschlossen werden müssen.

Die 50 Punkte Bestehensregelung gilt insbesondere für die Teilbereiche der praxisnahen Rettungsübung und hat auch im Rahmen der HLW Prüfung im Teilbereich Kompression und Beatmung eine verbindliche Regelung erfahren. Eine rechnerische Kompensation beider Bereiche innerhalb der HLW-Prüfungsaufgabe ist damit ausgeschlossen.

Die Praxisnahe Rettungsübung und die 5 Minuten Herz-Lungen-Wiederbelebung gelten als eine realitätsnahe Einheit (kombinierte Rettungsübung und sind unmittelbar hintereinander zu absolvieren. (Niedersächsisches Modell). Daraus folgt, dass das Nichtbestehen einer der beiden Prüfungsfächer die Wiederholung beider Prüfungsfächer im Rahmen einer späteren Wiederholungsprüfung zur Folge hat.

2. Prüfungsaufgabe praxisnahe Rettungsübung § 8 Abs. 3 Ziffer 1 a der VO

Der § 8 Abs. 3 Ziffer 1 a der Verordnung, der einen Zeitrahmen von 10 Minuten für die praxisnahe Rettungsübung vorsieht, gliedert sich in der Prüfungspraxis in sechs einzelne (siehe Tabelle unten) Teilbereiche, die jeweils einzeln erfüllt und bestanden werden müssen. Für die Schwimmleistungen (Anschwimmen und Abschleppen) liegen Wertungstabellen vor, die aus der gemessenen Zeit eine konkret ablesbare Punktzahl ermitteln.

Bei der Prüfungsaufgabe praxisnahe Rettungsübung sind die Vorgaben der einzelnen Teilbereiche (Anschwimmen, Rettung Person, Befreiungsgriffe, Abschleppen, usw.) gesondert zu erfüllen. Wird einer dieser Prüfungsteile nicht erfüllt, ist die Prüfungsaufgabe sofort abzubrechen.

Ergänzend kommt eine weitere Regelung hinzu, die besagt, dass für die Prüfungsaufgaben des Prüfungsfaches Retten und Erstversorgung (wozu die Prüfungsaufgabe praxisnahe Rettungsübung gehört) keine Wiederholung während der laufenden Prüfung zulässig ist.

Praxisnahe Rettungsübung Verordnung § 8 Abs. 3 Ziffer 1a

1.

Start vom Beckenrand, 30 m Anschwimmen

Zeit = Punkte

Wertungstabelle

2.

Aufnehmen einer Puppe aus 4,80 m WT

Punkte

 

3.

Befreiungsgriffe

Punkte

 

4.

16 2/3 m Abschleppen

Zeit = Punkte

Wertungstabelle

5.

Anlandbringen

Punkte

 

6.

Erstversorgung, Stabile Seitenlage

Punkte

 

Im Anschluss an die praxisnahe Rettungsübung folgt direkt die HLW-Prüfung (5 Minuten Herz-Lungen-Wiederbelebung) wie unter 3. beschrieben.

3. 5 Minuten Herz-Lungen-Wiederbelebung (§ 8 Abs. 3 Nr. 1c)

Seit der Abschlussprüfung Sommer 2007 gilt eine neue Regelung bei der HLW-Prüfung: Der HLW-Rhythmus wurde entsprechend den Guidelines 2005 auf ein Verhältnis von 2 Beatmungen zu 30 Herzmassagen festgelegt.

Nachstehend einige zentrale Elemente aus dem Bewertungsbogen HLW:

Im Teilbereich Kompression muss zum Bestehen des Prüfungsteils die Kompressionsfrequenz im Bereich von 80 – 120 liegen.

ERC-Empfehlung: Mitte Brustbein – unteres Brustbeindrittel

Kompressionsfrequenz: 100 / min sowie die Relation von 30 Kompressionen zu 2 Beatmungen

Für den Wechsel zwischen Kompression und Beatmung gilt eine absolute Obergrenze von maximal 5 Sekunden.

Interne Sperrfachregelung: Von maximal 40 Punkten müssen mindestens 50% der Punktzahl (20 Punkte) zum Bestehen erreicht werden.

Der Prüfungsteil Beatmungstechnik sieht folgende Regelungen vor:

ERC-Empfehlung: Mund-Mund  bzw. Mund–Nase

Beatmungsvolumen: ca. 600 ml mit deutlicher Brustkorbhebung

Jede Beatmung darf maximal eine Sekunde dauern und für 2 Beatmungen sind maximal 2 Sekunden zulässig.

Interne Sperrfachregelung: Von maximal 40 Punkten müssen mindestens 50% der Punktzahl (20 Punkte) zum Bestehen erreicht werden.

4. 50 Meter Abschleppen (§ 8 Abs. 3 Nr. 1d)

Der Wechsel der Griffart erfolgt auf einer 50 m Bahn nach 25 m.

Achselschleppgriff und Fesselschleppgriff nach Flaig sind durchzuführen

Bei einer 25 m Bahn ist sowohl das Anschlagen als auch das Abstoßen vom Beckenrand zulässig.

Hinsichtlich der Auswahl der abzuschleppenden Person finden die geltenden Regelungen Anwendung. (Auswahl durch Prüfling aus der Prüfungsgruppe, jedoch ungefähr gleiche Größe und Gewicht)

5. 300 Meter Kleiderschwimmen (§ 8 Abs. 3 Nr. 1b)

Zu verwenden sind unveränderte DLRG-Drillichanzüge, die aus einer Hose mit einem Gürtel sowie ggf. auch mit Trägern und einer Jacke bestehen. Die Arm- und Beinlänge soll bis zum Hand- bzw. Fußgelenk reichen. Schwimmbrillen sind nicht zulässig.

Vorlage und Prüfung der Berichtshefte vor Beginn der fachpraktischen Abschlussprüfung

Die Berichtshefte sind zum Beginn des fachpraktischen Teils der Abschluss- oder Wiederholungsprüfung mitzubringen und dem Prüfungsausschuss zu übergeben.

Die Zulassung zur Prüfung erfolgt unter dem Vorbehalt, dass bereits festgestellte Mängel im Berichtsheft unverzüglich abgestellt werden und bei der erforderlichen erneuten Vorlage unmittelbar zu Beginn der Prüfung keine zuvor beanstandeten älteren oder zwischenzeitlich neue Mängel vom Prüfungsausschuss mehr festgestellt werden. Sollten weiterhin erhebliche Mängel im Berichtsheft vorliegen, kann der Prüfling ggf. von der Prüfung ausgeschlossen und eine erneute Prüfung dann erst nach 6 Monaten abgelegt werden.

Beschaffenheit Drillichanzug:

Die Prüfungsbewerber müssen zur praktischen Abschlussprüfung unbedingt einen eigenen DLRG-Drillichanzug im Originalzustand mitbringen. Die Prüfungsausschüsse haben hierzu folgende Beschreibung beschlossen: Unveränderte DLRG-Drillichanzüge, die aus einer Hose mit einem Gürtel sowie ggf. auch mit Trägern und einer Jacke bestehen. Die Arm- und Beinlänge soll bis zum Hand- bzw. Fußgelenk reichen.

Abschließende Hinweise und Empfehlungen zur Prüfungsvorbereitung

Ergänzende und ggf. aktualisierte weitere Informationen können der privaten Website www.schwimmis.de entnommen werden. Nutzen Sie alle Möglichkeiten, um sich mit den Prüfungsregularien vertraut zu machen, und bereiten Sie sich intensiv auf die Prüfung vor! Fragen Sie Ihren Ausbilder, Ausbildungsberater oder Ihre Lehrkräfte.